Ein perfekt gestaltetes Listing bringt nichts, wenn niemand es findet. Auf Amazon entscheidet die Keyword-Abdeckung darüber, bei welchen Suchanfragen dein Produkt überhaupt in Frage kommt – und das ist die Voraussetzung für jeden Verkauf. Trotzdem ist die Keyword-Recherche der Schritt, der am häufigsten oberflächlich erledigt wird: ein paar naheliegende Begriffe in den Titel, fertig. Hier zeigen wir, wie es richtig geht.
Bei Google suchen Menschen Informationen: „warum ist leinöl gesund". Auf Amazon suchen Menschen Produkte, und sie sind kaufbereit: „leinöl bio kaltgepresst 500ml". Diese Suchanfragen sind konkreter, produktnäher und enthalten oft Eigenschaften wie Größe, Farbe, Menge oder Anwendungszweck.
Für die Recherche heißt das: Du suchst nicht nach Themen, sondern nach der Sprache, in der Kunden nach deinem Produkt fragen. Und diese Sprache ist selten die, in der du selbst über dein Produkt sprichst. Ein Hersteller sagt „Nahrungsergänzung mit Omega-3-Fettsäuren", der Kunde tippt „omega 3 kapseln hochdosiert".
Die Suchvorschläge in der Amazon-Suchleiste sind echte Nutzeranfragen, nach Häufigkeit sortiert. Tippe dein Hauptkeyword ein und notiere alle Vorschläge. Dann gehe das Alphabet durch: „leinöl a", „leinöl b" und so weiter – so erhältst du dutzende reale Suchbegriffe, komplett kostenlos.
Wer in deiner Kategorie oben steht, hat seine Keywords in der Regel gut gewählt. Analysiere die drei bis fünf Top-Listings: Welche Begriffe stehen im Titel, welche in den Bullet Points? Welche Eigenschaften werden betont? Kopiere nicht, aber lerne daraus, welche Begriffe in deinem Markt Relevanz haben.
Wenn du bereits verkaufst, ist das deine wertvollste Quelle: Der Bericht zeigt, über welche Suchbegriffe Kunden tatsächlich bei dir gekauft haben. Diese Begriffe sind erwiesen kaufstark – sie gehören in den Titel und in die Werbung.
Eine automatische PPC-Kampagne ist die schnellste Methode, um unbekannte Suchbegriffe zu entdecken. Amazon spielt dein Produkt bei Begriffen aus, die es für relevant hält – und der Bericht zeigt dir, welche davon zu Klicks und Käufen geführt haben. Diese Erkenntnisse fließen zurück ins Listing.
Tools wie Helium 10, Jungle Scout oder Sonar liefern Suchvolumen-Schätzungen und Wettbewerbsdaten. Sie sind hilfreich für die Priorisierung, aber kein Ersatz für die Quellen eins bis vier – die Schätzungen weichen teils deutlich voneinander ab. Nutze sie zur Orientierung, nicht als absolute Wahrheit.
Unser Vorgehen: Erst manuell sammeln (Autovervollständigung, Wettbewerb), dann mit Tools priorisieren, dann über PPC verifizieren. So basiert die Entscheidung auf echten Daten und nicht auf Schätzwerten.
Nicht jedes Keyword ist gleich wichtig. Wir arbeiten mit drei Ebenen:
Der Fehler vieler Händler: Sie kämpfen ausschließlich um die zwei bis drei umkämpftesten Begriffe und ignorieren die Long-Tail-Suchen. Dabei summieren sich diese oft zu mehr Umsatz als das Haupt-Keyword – bei einem Bruchteil der Werbekosten, weil kaum jemand darauf bietet.
Keyword-Stuffing im Titel. Ein Titel voller Begriffe ohne Satzbau schreckt Kunden ab. Die Klickrate sinkt – und damit auch das Ranking. Amazon kürzt zu lange Titel außerdem einfach ab.
Markennamen von Wettbewerbern verwenden. Verstößt gegen die Richtlinien und kann zu Abmahnungen und gesperrten Angeboten führen. Auch im Backend nicht erlaubt.
Einmal recherchieren und dann nie wieder. Suchverhalten ändert sich saisonal und mit dem Markt. Ein Listing, das seit zwei Jahren unverändert ist, verliert schleichend Sichtbarkeit.
Nur auf Suchvolumen schauen. Ein Begriff mit 50.000 Suchen, bei dem du auf Seite 8 stehst, bringt nichts. Ein Begriff mit 800 Suchen auf Platz 2 bringt Umsatz. Relevanz und Gewinnchance zählen mehr als das reine Volumen.
Keyword-Recherche ist kein Projekt, das man abschließt – sie ist ein laufender Prozess. Genau deshalb ist sie fester Bestandteil unserer SEO-Betreuung: Wir tracken die Rankings unserer Kunden dauerhaft und passen die Listings an, wenn sich Suchverhalten oder Wettbewerb verändern.
Wir schauen uns deine Situation kostenlos an – ehrlich und unverbindlich.
Fordere unverbindlich deinen Rückruf an – wir besprechen deine Ziele und sagen dir ehrlich, ob und wie wir dir helfen können.
Wir melden uns so schnell wie möglich bei dir – meist noch am selben Werktag.