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Amazon SEO

A9 / A10.

Der Suchalgorithmus von Amazon.

Der A9-Algorithmus (in weiterentwickelter Form oft A10 genannt) entscheidet, welche Produkte bei einer Suchanfrage auf Amazon oben erscheinen. Anders als Google bewertet Amazon nicht primär Informationsqualität, sondern Verkaufswahrscheinlichkeit: Welches Produkt wird dieser Nutzer mit der höchsten Wahrscheinlichkeit kaufen?

Amazon SuchergebnisLIVE
⌕ leinöl kaltgepresst
1Dein Produkt · 4,8★ · Prime#1
2Mitbewerber A · 4,5★#2
3Mitbewerber B · 4,2★#3
Relevanz × VerkaufswahrscheinlichkeitPlatz 1

So entscheidet Amazon über die Reihenfolge

Was das für dich bedeutet

A9 / A10 in der Praxis.

In die Bewertung fließen Relevanz (passen die Keywords in Titel, Bullets und Backend zur Suche?) und Performance (Klickrate, Conversion-Rate, Verkaufsgeschwindigkeit, Bewertungen, Verfügbarkeit) ein. Deshalb reicht es nie, nur Keywords einzubauen – ein Listing muss auch verkaufen, um zu ranken.

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Wie der Algorithmus tatsächlich rechnet.

Amazon verfolgt ein einziges Ziel: den Umsatz pro Suchanfrage maximieren. Deshalb bewertet der Algorithmus jedes Produkt in zwei Dimensionen – Relevanz (passt das Produkt überhaupt zur Suche?) und Performance (wird es gekauft, wenn es angezeigt wird?). Erst das Zusammenspiel entscheidet über die Position.

Die Relevanz zieht Amazon fast ausschließlich aus Text: Titel, Bullet Points, Beschreibung, Backend-Keywords und teilweise Fragen und Antworten. Ein Suchbegriff, der nirgends im Listing vorkommt, kann in der Regel auch nicht ranken – ganz gleich, wie gut das Produkt ist.

Die Performance-Seite ist deutlich komplexer: Klickrate im Suchergebnis, Conversion-Rate auf der Produktseite, Verkaufsgeschwindigkeit gegenüber Wettbewerbern, Bewertungsanzahl und -schnitt, Retourenquote, Verfügbarkeit und Lieferzeit. Jede dieser Kennzahlen ist gleichzeitig Ursache und Folge deines Rankings – ein Kreislauf, den man bewusst anstoßen muss.

Die wichtigsten Rankingfaktoren im Überblick.

01
Keyword-Abdeckung

Jeder relevante Suchbegriff muss irgendwo im Listing vorkommen – bevorzugt im Titel, ergänzend in Bullets und Backend.

02
Conversion-Rate

Der stärkste Performance-Faktor. Bilder, Preis, Bewertungen und Prime-Verfügbarkeit zahlen alle darauf ein.

03
Verkaufsgeschwindigkeit

Nicht die absolute Anzahl zählt, sondern die Verkäufe im Verhältnis zum Kategoriedurchschnitt.

04
Klickrate (CTR)

Hauptbild und Titel entscheiden, ob überhaupt geklickt wird – ohne Klick keine Conversion.

05
Bewertungen

Anzahl und Durchschnitt wirken sowohl auf CTR als auch auf Conversion.

06
Verfügbarkeit

Out-of-Stock bedeutet Rankingverlust – und der Wiederaufbau dauert deutlich länger als der Absturz.

Häufige Fehler.

!

Keyword-Stuffing im Titel. Titel, die aus aneinandergereihten Suchbegriffen bestehen, senken die Klickrate – und damit auf Umwegen das Ranking.

!

Nur auf Keywords optimieren. Ein perfekt bestücktes Listing ohne überzeugende Bilder rankt trotzdem nicht.

!

Rankings täglich prüfen. Der Algorithmus arbeitet mit Verzögerung; Bewertungen über wenige Tage sind reines Rauschen.

!

Bestand vergessen. Wer während einer Rankingphase ausverkauft ist, verliert die mühsam aufgebaute Position.

Häufige Fragen zu A9 / A10.

Was ist der Unterschied zwischen A9 und A10?
„A10" ist keine offizielle Bezeichnung von Amazon, sondern ein Branchenbegriff für die weiterentwickelte Version des Algorithmus. Beobachtet wird, dass externe Traffic-Quellen, Verkäuferautorität und organische Verkäufe stärker gewichtet werden als früher.
Wie lange dauert es, bis Änderungen wirken?
Erste Bewegungen sind meist nach ein bis zwei Wochen sichtbar. Bis sich eine Position stabilisiert, vergehen je nach Wettbewerb ein bis drei Monate.
Kann man den Algorithmus austricksen?
Kurzfristig gab es immer wieder Lücken – dauerhaft nicht. Amazon erkennt künstliche Signale zuverlässig, und die Sanktionen reichen bis zur Kontosperrung.
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